Die große 6.3 Restaurierungsstory in 6 Akten auf M-100.de:
Zerlegen, Sandstrahlen, Schweißen, Lackieren, Techniküberholung, Zusammenbau


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So fing alles an: Die große Story... oder wie aus einem 300 SEL 6.3 zwischendurch ein 300SEL 2.8 wurde

1. ... Zerlegen der Rohkarosse und Bestandsaufnahme
2. ... Sandstrahlen


3. ... Schweißen
4. ... Lackieren (folgt wenn es soweit ist, ca 2005)

5. ... Überholen der Technik und des org. AMG Motors (folgt wenn es soweit ist, ca 2005/2006)
6. ... Zusammenbau (folgt wenn es soweit ist ca. 2006)


Vorwort:
Dieser 6.3 ist Baujahr 1969. Vor vielen vielen Jahren sollte er schon einmal restauriert werden. So wurde er ziemlich gestrippt, auf (!) viele Löcher wurden Bleche "gebraten", der Unterboden wurde komplett entrostet und mit roter Farbe gestrichen. Dann wurde die Restauration abgebrochen, der Wagen verkauft, stand viele Jahre in einer Scheune, wurde erneut verkauft (im Paket mit 5 weiteren 6.3), und jetzt wird an ihm endlich gearbeitet, um ihn binnen 3 Jahren wieder auf die Straße zu bringen. Optisch sah er soweit ganz gut aus. Aber... wie sich zeigt, wartete unter den "aufgebratenen" Blechen das Grauen. Wäre der Wagen ursprünglich so fertiggestellt worden, mit dickem Unterbodenschutz und einer Verkaufslackierung, hätte das genau 2 Jahre gehalten.... welch ein Blender (ich vermute mal das viele 108/109 so sind). Um die Restauration nun jedoch 100% zu machen, sozusagen für die Ewigkeit, wurde die Rohkarosse komplett gesandstrahlt. Dank des selbstgebastelten Gestells (liebevoll "Grill" genannt) alles kein Problem.
Von der Restauration handeln die folgenden Bilder. Viel Spass beim Stöbern!

 

1. Zerlegen der Rohkarosse und Bestandsaufnahme

Da steht sie, die nackte Rohkarosse auf dem Gestell
Der Wagen steht in etwa 1 m Höhe, so dass man bequem überall dran kommt
Und man kann ihn ca 45 Grad drehen. Richtig leicht so nacktes Blech!
Hier sieht man schön, wie der Wagen an der Anhängerkupplung hinten aufgebockt ist.
Der rostige Kofferraumboden. Darüber war diese org. schwarze Teerschicht. Von der braunen Pest hat man ursprünglich natürlich nicht viel gesehen. Also besser immer auf die Kofferraumdichtung achten, dass keine Feuchtigkeit eindringt.
Das war einmal ein Radlauf. Das äüßere nur leicht "picklige" Blech wurde rausgeflext. Von innen schon einmal repariert, und alles braun!

Die Wagenheberaufnahme vorne rechts. Nur noch ein Haufen Brösel. Sichtbar durch den bereits herausgetrennten Schweller. An dieser Stelle sollte der Wagen besser nicht mehr hochgehoben werden...

Der Schwellerabschluß vorne. Auch hier bereits wildeste Schweissereien, 3 Bleche übereinander. Das hätte bestimmt noch 1, wenn nicht 2 Jahre gehalten...
Die Wagenheberaufnahme vorne links an der A-Säule. Der Schweller ist wie eine geöffnete Dose ein Stück nach unten gerollt.
Die gleiche Stelle jetzt (fast) ohne Schwellerblech. Eine typische Szene, wenn der Ausschnitt rund um die Wagenheberaufnahme einfach zugeschweißt wird. Denn das eindringende Wasser würde gerne wieder irgendwo ablaufen. Von außen alles prima. Aber wie man sieht ist dahinter nur ein großes Loch. Besser dieser Wagen hat in dem Zustand keine Reifenpanne mehr...
Ebenso morsch aus der anderen Richtung. Und kein bisschen Wachs oder Hohlraumschutz 1969! Nirgendwo... Was die sich bei Mercedes wohl damals gedacht haben zur Lebensdauer?
Die Stehwand im Motorraum. Das Verstärkungsblech für die Dome wurde bereits entfernt. Das sieht ja dahinter wieder erstaunlich gut aus!
Die selbe Stelle auf der anderen Seite. Oben an die Kante muß man später nochmal ran mit Flex und Schweißgerät.
Der vordere Querträger. Eine typische 108/109'er Schwachstelle. Hier auf der rechten Seite mit auf natürlichem Wege gewachsener Öffnung.
Der Querträger von innen. Alles braun! Speziell an den äußeren Enden auch mit Löchern, in der Mitte noch gute Substanz.
Der Wagenboden an der Stelle, an der die 108'er Karossen im Werk um 10 cm verlängert wurden, um zum 109'er zu werden. Später unter U-Schutz nicht mehr zu sehen - aber so sehen alle 109'er Karossen aus!

wieder nach oben!

 

2. Sandstrahlen

Da steht sie, die Karosse auf ihrem Hilfsachsen in der Sandstrahlkabine.
Schön aufgebockt hat der Sandstrahler gleich seine Freude.
Da ist er am Werk: Erst links....
... dann rechts...
... und 2 Std später ist das Werk fertig. Er hat aber "nur" die ganzen Ecken und Kanten gesandstrahlt (das sind mal genug am 109...). Große glatte Flächen wie Seitenteile oder Dach hat er nicht gestrahlt, um jeglichen Verzug auszuschließen.
Der Kofferraumboden, jetzt prima entrostet.
Der Unterboden, so wie er letztmals vor über 30 Jahren aussah! Ok, damals war er wohl nicht so rauh sondern metallisch glänzend.
Der Motorraum in seiner ganzen Pracht, im Hintergrund wird bereits spezielle Rostschutzgrundierung aufgetragen. Vorher wurder der Wagen natürlich ausgiebig ausgesaugt, der Sand mußte ja raus.
Hier sind die Lackierer bei ihrer Arbeit und lackieren direkt alles, damit sich ja kein Sauerstoff mit dem Blech vereint...
Schön überall drauf die Farbe, und auch rein damit.
So bequem und einfach läßt sich selten ein Dach lackieren!


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Letztes Update dieser Seite: 12.01.2004
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